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Frische Avocados der Sorte Hass aus mehreren Regionen nördlich von Nairobi. Die Bauernfamilien (427 Familien), welche die Früchte anbauen, verzichten auf künstliche Bewässerung – eine Seltenheit im Avocadoanbau. Die Ernte erfolgt noch in Handarbeit. Die Avocados sind aus nicht konventionellem Anbau. Weitere Informationen siehe unter Wissenswertes....
Avocados zählen zu den Früchten, die nach der Ernte weiterreifen.
Die Avocado zählt zu den meistverkauften Früchten der Schweiz (BLW). Seit 2022 rangiert sie hierzulande mit rund 15'000 Tonnen pro Jahr auf dem achten Platz. Allerdings steht sie in der Kritik. Diese dreht sich in erster Linie um ihren ungeheuren Durst.
Je nach Sorte und Anbauregion benötigt ein Avocadobaum 500 bis 1500 Liter Wasser, um ein Kilo Früchte hervorzubringen. Das klingt beängstigend. Aber: "Beim Blick auf den Wasserverbrauch ist wichtig zu wissen, wie viel Wasser an einem Ort verfügbar ist und wie wichtig das Wasser dort für andere Zwecke ist", sagt Thomas Bernet. Der promovierte Agraringenieur leitet die Gruppe Wertschöpfungsketten & Märkte beim Forschungsinstitut für biologischen Landbau FiBL. " Problematisch ist der Anbau von Avocado vor allem dann, wenn die Frucht in zu trockenen Gebieten angebaut wird."
Bei der Avocado ist genau das der grosse Knackpunkt. Viele der Früchte, die in den hiesigen Supermärkten landen, stammen aus solchen zu trockenen Gebieten. "Länder wie Chile und Peru, aber auch Südspanien sind sehr kritisch, was den Avocadoanbau angeht", sagt Bernet. "Die Pazifikküste, wo sich der Avocadoanbau massiv ausgedehnt hat in den letzten Jahren, ist eigentlich eine Wüste, und auch Südspanien leidet chronisch an Wassermangel. Da muss überall bewässert werden – und das Wasser fehlt andernorts, mit nachteiligen Effekten für die lokale Bevölkerung."
In Kenia geht es ohne Bewässerung
Das muss aber nicht sein. In Kenia hat gebana Produzent:innen gefunden, die ihre Bäume nicht bewässern müssen. "In Kenia gedeihen Avocados sehr gut ohne Bewässerung, die Pflanze ist gut an das dortige tropisch-nasse Klima angepasst", sagt Bernet.
Mit 416'000 Tonnen produzierten Avocados pro Jahr ist Kenia der sechstgrösste Produzent weltweit. Der Grossteil der Früchte bleibt im Land. Nur knapp 100'000 Tonnen exportiert Kenia pro Jahr. Das hängt auch damit zusammen, dass Avocados in Kenia zu den Grundnahrungsmitteln zählen. Sie sind fest im lokalen Markt und der Kultur verankert.
"Die Avocado ist in Kenia insbesondere für Bauernfamilien mit wenig Land eine wichtige Cash Crop, also eine wichtige Einkommensquelle. Weil die Bauern ihre Bäume in der Regel nicht bewässern, ist die Avocado auch eine sehr nachhaltige Kultur", sagt Bernet.
Nicht alle Regionen Kenias leiden unter Trockenheit
Kenia und viel Regen, vor allem angesichts der letzten zwei, drei Jahre mit außergewöhnlicher Trockenheit, passt irgendwie nicht zusammen. Doch Kenia ist groß und nicht alle Landesteile sind von der Trockenheit gleichermaßen betroffen. Die Avocado-Anbaugebiete in Kenia liegen direkt am Äquator und somit in den feuchtesten Gebieten des Landes. Hier werden Niederschlagsmengen von 1000 bis 2000 mm pro Jahr gemessen. Außerdem wachsen viele der Avocados in Kenia in kleinbäuerlichen Strukturen statt auf großen Plantagen. Die Bäume dort sind oft schon älter, sechs, sieben, acht Meter hoch und entsprechend tief verwurzelt. Sie holen sich selbst aus dem Boden, was sie brauchen.
Die kenianischen Avocados, die wir nun anbieten, kommen von 427 Bauernfamilien, die auf Flächen von 0.1 bis 2.4 Hektar biologisch anbauen. Sie leben in den Regionen Kiambu, Muranga und Kirinyaga, die in Kenia mitunter auch Avocado Counties genannt werden. Es sind Kleinstbetriebe, die sich beim Anbau voll und ganz auf den Regen verlassen.
Die Bauernfamilien liefern ihre Früchte an Goshen. Gegründet von Alex Muli Mutua und seiner Mutter und Bäuerin Mary verfolgt das Unternehmen wie gebana das Ziel, Marktzugang für Bauernfamilien zu schaffen. Goshen setzt dabei auf langfristige Zusammenarbeit, bildet die Produzent:innen im Bio-Anbau aus, unterstützt sie bei der Baumpflege und während der Erntezeit, verteilt Setzlinge sowie Saatgut und finanziert Ernten vor.
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